Verfasst: 28 Feb 2010 19:35 ____________________________________________________________________________________________Servus hum_ohr,
ich war vieleicht etwas scharf in meiner Formulierung ... Soory. Wollte hier niemanden auf den Schlips treten.
Den Zutritt in der EMV-Halle bei BMW in München hab ich noch über Kollegen, die dort arbeiten. Allerdings bin ich z.Z. von Mo. bis Fr. in Kassel auf Dienstreise und muss einen geeigneten Tag in München erwischen, wo ich in die Halle rein kann. Nur subjektive Bewertung (BT-Hören) gibt nur mir selbst Gewissheit, ob die Annahme stimmt, dass derBT nicht durch HF in meinem Kopf erzeugt wird. Und ich habe im Moment noch keine Netz-Brummfreie Messtechnik (wird gerade gebastellt). Ohne die kann ich euch hier im Forum nichts vom Erlebnis in der EMV-Halle beweisen. Es dauert also noch ein Weilchen.
Andere Forummitglieder können aber gern ähnliche Versuche parallel dazu machen. Ich kann es bisher nicht koordinieren, wer was an Versuchen machen möchte oder sollte. Vielleicht ändert sich dass, wenn wir uns Treffen und persönlich kennenlernen (z.B. am Messtechnik-Workshop).
Ich habe auch ggf. einen Möglichkeit in Göttingen im 3. Physikalischen Institut einen Zugang zu einem schallisolierten/schalltoten Raum und einer weiteren EMV-Kammer zu kriegen, aber eben immer noch ohne vernüftige Messtechnik und nur für mich selbst rein subjektiv ...
===================
Zu den Pulsungen.
Du redest von einem Sendemast mit Hochfrequenzantennen und vom faradayschen Käfig der nur Ladungen nicht aber Strahlung abschirmt. Von welcher Form von Strahlung redest du? Elektromagnetische Felder/Wellen/Strahlung oder andere Kraftfelder?
Für hochfrequente elektromagnetische Strahlung fehlt noch eine Ergänzung. Die Oberfläche des faradayschen Käfigs ist idealer Weise eine geschlossen metallische Oberfläche ohne Löcher oder Spalten. Es gibt eine Faustformel für die Größe von Löchern bzw. Spaltlängen und der Frequenz, die gerade noch abgeschirmt wird: Durchmesser/Länge kleiner als 1/10 der Wellenlänge. Dass das funktioniert, kann jeder nachvollziehen, der ein Mikrowellengerät in der Küche stehen hat. Das Schirmgitter der Tür hat kleine Löcher, die austretende Strahlung liegt aber unter dem gesetzlichen Grenzwert, sonst wäre die Mikrowelle nicht auf dem Markt zugelassen.
Wie wird denn die Pulsung übertragen, wenn nicht über eine elektromagnetische Welle?
Was ist überhaupt Deines Verständnisses nach Pulsung?
Als studierter Nachrichtentechniker mit Fachrichtung Signalübertragung kann ich hier eine Definition zur gepulsten Energieübertragung weitergeben, was demnach das kurze mehrfache hintereinander folgende Einschalten eines Trägersignals gefolgt von längeren Pausen ist. Im Oszilloskop sieht das aus wie eine Bürste (Pause=Stiel, Impulse=Borsten) und heißt deshalb auch im Amerikanischen burst impulse.
Das hat unter anderem den Hintergrund, die thermische Belastung von Sendeverstärkern gering zu halten und dennoch sehr hochenergetische Felder mit hoher Reichweite erzeugen zu können.
===========
Zum Wasser
Wenn es sich beim BT um Luftschall handelt, hören wir ihn über das Ohr, d.h. er geht über das Trommelfell und die Konchenmechanik dahinter auf die Basilarmambran. Wenn nun das leichte Trommelfell durch eine hohe Trägemasse wie Wasser, noch dazu mit eigener starker mechanischer Oberflächenspannung bedämpft wird, geht der Schall stark gedämpft durch.
Periodische Druckwellen haben übrigens in Wasser eine andere Ausbreitungsgeschwindigkeit, als in Luft. Somit ändert sich beim Grenzübergang Luft-Wasser oder anders rum auch die Frequenz. Druckamplitute bzw. Intensität ändern sich auch durch Streuung und Reflexion an der Grenzschicht.
Was auch noch passiert ist eine Veränderung der akustischen Kopplung von Trommelfell mit dem ganzen Ohr/Kopf. Wenn ich mir mit jeweils einem Finger beide Ohren zuhalte, Höre ich starkes Rauschen (Muskelzittern, Blutstömung, Atmung, Körperschall usw.) deutlich lauter als den BT von außen. Der BT ist damit nur scheinbar weg ...

jeal