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Bitte nachstehenden Link öffnen und Patent von Infineon lesen.
http://www.patent-de.com/20050804/EP0905879.html
Am folgenden Beispiel für GSM wird gezeigt, daß Störprodukte höherer Ordnung nie zu
vermeiden sind:
Wählt man z.B. die ZF-Frequenz fZF bei 246 Mhz und die Phasenvergleichsfrequenz
fPD bei 123 MHz, so ergibt sich für das GSM-Sendeband 890-915 MHz das notwendige
Frequenzband des lokalen Oszillators LO bei 1136-1161 MHz. Am Mischer M1 entstehen
die Harmonischen vom lokalen Oszillator LO, da der Mischer M1 aus Effizienz-Gründen
im Schaltbetrieb arbeitet. So kommt 3fLO im Band 3408-3483 MHz zu liegen (der 3.
Harmonischen kommt aufgrund der schaltungstechnischen Realisierung die höchste
Amplitude zu). Gleichzeitig ist im Mischer M1 aufgrund der Übersprecheffekte ein Signal
bei 26fPD=3198 MHz vorhanden. Stimmt man den lokalen Oszillator LO nun z.B. auf
1147,8 MHz (ein GSM-Kanal neben (3198+246)/3 MHz), so entsteht außer dem
erwünschten ZF-Träger bei 246 MHz auch noch das Mischprodukt bei 3*1147.8MHz-
26*123MHz=245.4MHz. Da die Mischung ein nichtlinearer Effekt ist, ist das ganze
Obertonspektrum des 600 kHz Differenztones um den ZF-Träger gruppiert zu finden.
Bei geeigneter Wahl der Zwischenfrequenz ZF kann man den Effekt mit 3fLO zwar auf
ein kleines Maß reduzieren: Das überstrichene 3fLO-Band muß dazu zwischen" den
Harmonischen der Phasenvergleichsfrequenz fPD zu liegen kommen. Bei einem für
GSM nötigen Abstimmbereich von 25 MHz, einem 3fLO-Bereich von 75 MHz und einer
Phasenvergleichsfrequenz fPD von hier 123 MHz läßt sich das 3fLO-Band noch mit
einem Frequenzabstand von jeweils (123-75)/2 MHz = 24 MHz zwischen den
fPD-Harmonischen zentrieren, für höhere fLO-Harmonische ist dies jedoch nicht mehr
möglich.
Die Phasenvergleichsfrequenz fPD kann schon aus technologischen Gründen nicht mehr
zu sehr erhöht werden.
Es ist jedoch anzumerken, daß auch bei solch einem bezüglich 3fLO optimierten
Frequenzplan ein Differenzton prinzipiell entsteht. Dieser wird durch das Schleifenfilter
LF jedoch stark unterdrückt. Andererseits steigen aber die Anforderungen der
Systemspezifikation mit steigender Ablagefrequenz vom Träger stark an, womit auch ein
derartiger weitabspurious" zu einer Spezifikations-Verletzung führen kann.
Die neue Architektur vermeidet die Entstehung dieser Differenztöne schon im Ansatz
vollständig.
Ich frage mich, ist diese neue Technik bereits im Einsatz oder wird nach wie vor mit der Technik von gestern/vorgestern Differenzton erzeugt, der möglicherweise mit dem Brummton in Zusammenhang gebracht werden kann - oder sogar selbiger ist!!
Gruß
Silence
Gruß
Silence



