Noch ein Text aus dem Hese-forum.
http://www.hese-project.org/Forum/medizin/index.php?id=44Umweltmedizinisches Beratungsnetz Schweiz zieht Bilanz
Eva Weber @, Samstag, 09. April 2011, 20:00 (vor 29 Tagen) @ spatenpauli
Nehmen Erkrankungen infolge von Umwelteinflüssen wie Elektrosmog wirklich so dramatisch zu, wie es zuweilen in den Medien dargestellt wird? Oder stecken hinter alarmierenden Verlautbarungen eher verkappte Interessen von Lobbyisten? Ein probehalber in der Schweiz aufgezogenes Umweltmedizinisches Beratungsnetz zieht jetzt eine ernüchternde Bilanz: In 30 Monaten Laufzeit meldeten sich in dem 8-Millionen-Einwohner-Land nur 185 Ratsuchende, davon machten 155 Elektrosmog für ihre Beschwerden verantwortlich.
Zur Zwischenbilanz ...
Ja, Erkrankungen infolge von Umwelteinflüssen, auch bei jungen Leuten, nehmen dramatisch zu. Was dabei bei Ursachenforschung stets ausgenommen wird, ist elektromagnetische Strahlung, sei dies nun Menschen betreffend oder Tiere oder Bäume. Mit welcher Konsequenz dies betrieben wird, ist erstaunlich!
Die Fortbildung niedergelassener Ärzte liegt großenteils in Händen des IZMF, gemeinnütziger Verein der Mobilfunkbetreiber in Berlin, mit Unterstützung einer Handvoll Umweltmediziner, z.B. Prof. Eikmann Uni-Gießen. Seine Aussage im Bayer. Landtag am 7.12.2006 in etwa: "Wenn Patienten zu uns kommen und ihre Beschwerden auf Mobilfunk beziehen, sagen wir Ihnen, das gibt es eigentlich nicht." Frau Prof. Herr, Uni-Gießen unterrichtet die Ärzte. Dr. Otto von der gemeinnützigen Kinderumwelt vermittelt seine Kenntnisse an die Mandatsträger, damit die nötigen Masten (LTE) problemlos aufgestellt werden können. Wenn das jemand von der "Kinderumwelt" macht, entsteht logischerweise schon vorab bei jedem sich informierenden Bürgermeister etc. der Eindruck von Unbedenklichkeit der Mobilfunktechnik. Prof. Lerchl SSK/NIS erarbeitet zusammen mit den Mobilfunkbetreibern (IZMF) die Unterlagen für die ärztliche Fortbildung. Die WHO schreibt in Fact Sheet 296 vor was zu tun ist, in etwa: Patienten untersuchen, schauen ob im Vorfeld psychische Erkrankungen sind, nur die Symptome behandeln, nicht die Strahlung vermindern, wie der Patient es für nötig hält, weder am Arbeitsplatz noch im persönlichen Umfeld.
Das sind schon mal die Bedingungen, denen sich ein EMF-Ratsuchender bei einem umweltmedizinischen Beratungsnetz oder einer umweltmedizinischen Praxis gegenüber sieht.
Es muss einer schon noch über ganz gute Nerven verfügen, wenn er sich auf Beratungsstellen, die einem in Hinsicht EMF beraten wollen, einlässt. Normalerweise sucht jemand, der an Funk leidet, so etwas gar nicht mehr auf, denn diese stereotypen Belehrungen - das gibt es eigentlich nicht, die Grenzwerte sind sicher, bis heute weiß man ..., aber man sieht in 30-40 Jahren vielleicht mehr und die anschließende Empfehlung eines Psychiaters, sind ja auch hinreichend bekannt. Es wäre doch eigentlich normal, dass man sich Zusammenhang DECT-Schnurlostelefone/Blutdruckschwankungen einmal genauer anschauen würde, anstatt die Betroffenen zum Psychiater zu schicken!
Es geht m.E. einzig und alleine um die Tatsache, dass diese Technik möglichst störungsfrei durchgezogen wird und zwar auf Biegen und Brechen. Wie viele Menschen dabei ihre Lebensqualität und ihre Leistungsfähigkeit verlieren, spielt meiner Erfahrung nach nicht die geringste Rolle.
Die Auswirkungen von immer mehr künstlicher gepulster Mikrowelle werden für Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Bevölkerung verheerend sein. Viele trifft es heute schon. Und als das Allerwichtigste erweist sich derzeit m.E., diese Menschen niederzuhalten und nach Möglichkeit als psychisch Kranke an den Rand der Gesellschaft zu drängen. Der Erfolg ist garantiert. Von Hundert Betroffenen meldet sich ein Mutiger, die Anderen schweigen aus Angst vor Stigmatisierung.
Eva Weber