Jedoch habe ich kein besonderes Equipment genutzt, sondern das, was ich auch ansonsten für meine Musikproduktion nutze:
Ein ECM-MS957 Mikrophon von Sony für die Aufnahme (Hat zwar ein gewisses Eigenrauschen, geht aber bis 50HZ herunter - und noch etwas weiter).
Ein ESI Maya 22 USB Interface, um das Mikrofon und auch einen Kopfhörer anzuschließen
Ein Beyerdynamic DT770 Kopfhörer (stellt prima Bässe dar, schirmt sehr gut von der Außenwelt ab. Es ist der Kopfhörer, den man oft in Gameshows sieht, wenn die Kandidaten "nichts mitbekommen" sollen
Als Aufnahmeprogramm habe ich Adobe Audition genutzt, aber es gibt auch gute Freeware-Tools, mit denen man arbeiten kann, wie z.B. Wavosaur:
http://www.wavosaur.com/
Ich habe das Mikrofon in eine Ecke im Raum gestellt und einfach mal 10 Sekunden "stille" (haha) aufgenommen.
Da dieses Mikrofon offiziell nur ab 50hz aufnimmt, musste ich diese Stille erst mal verstärken. Dafür gibt es in sämtlichen Audioprogrammen den Punkt "normalize". Diese Funktion erhöht die Lautstärke so weit, dass die gesamte technisch mögliche Dynamik ausgenutzt wird. Dadurch wird aber auch das (eigen-)Rauschen des Mikrofons verstärkt.
Um das Rauschen des Mikrofons etwas herauszunehmen, muss man die Aufnahme durch einen Tiefpass-Filter schicken, der ab ca. 150HZ abschneidet.
Dann gibt es einen sehr guten Frequenz-Analyzer, SPAN von Voxengo. Mit diesem kann man sehr schön die tiefen herausstechenden Frequenzen sichtbar machen.
http://www.voxengo.com/product/span/
Dieses Plugin lässt sich auch mit Programmen wie "Wavosaur" nutzen.
Hier kann ein Preset "Low Freq Inspection" geladen werden, das besonderen Fokus auf die tiefen Frequenzen legt.
Gerne hätte ich noch den resultierenden Ton an sich hochgeladen, aber leider ist das Format nicht erlaubt (.flac). Ich glaube, genau das hören die meisten von uns, wenn es um den "Brummton" geht.
Es ist nicht einfach nur ein auf- und abschwellender 50-Hz Ton, sondern er hat noch eine 34Hz Komponente, die sehr unschöne Schwebungen im Infraschallbereich erzeugt. Man hat also nicht nur 2 sehr tiefe Brummtöne, sondern noch ein zusätzliches "Flattern".
Die meisten Menschen hören in diesem Bereich fast so gut wie nichts mehr. Aber besonders sensible Menschen nehmen diesen fast genau so laut und deutlich wahr wie Geräusche mit höherer Frequenz auch.
Denn im Gegensatz zu meinem Mikrofon (50HZ) geht das Menschliche Gehör bis 20HZ und tiefer.
Übrigens: In einem Selbsttest konnte ich noch bis etwa 19,5HZ Töne hören. Also nichts außergewöhnliches an sich. Aber trotzdem nervt mich der Brummton gewaltig, auch wenn er nicht "extrem laut" ist.


